Angebote sichtbar machen
Praxen, Therapie, Prävention, Veranstaltungen und Räume werden strukturiert im regionalen Daseinsvorsorge-Atlas dargestellt.
Gesundhaus Steindorf × Quartiersmanagement PRO
Quartiersmanagement PRO verbindet das Gesundhaus i-Tüpferl mit Kommunen, Gesundheitsakteuren und Menschen in der Region – für sichtbare Angebote, abgestimmte Maßnahmen und eine starke Daseinsvorsorge.
Vom Einzelangebot zum regionalen Netzwerk
Quartiersmanagement PRO verbindet lokale Gesundheitskompetenz mit der interkommunalen Planung. Jede Stelle arbeitet in ihrem eigenen, rollenbasierten Bereich; freigegebene Informationen werden gezielt im Netzwerk geteilt.
Praxen, Therapie, Prävention, Veranstaltungen und Räume werden strukturiert im regionalen Daseinsvorsorge-Atlas dargestellt.
Gesundhaus, Kommunen, Pflegestützpunkte, Vereine und weitere Fachstellen finden passende Ansprechpartner und Kooperationen.
Rückmeldungen, Sozialraumdaten und Angebotsübersichten zeigen, wo Versorgung fehlt oder gemeinsam verbessert werden kann.
Ziele, Zuständigkeiten, Termine und Fortschritt regionaler Projekte bleiben in einem gemeinsamen Cockpit nachvollziehbar.
Umfragen, Ideen und Veranstaltungen schaffen niedrigschwellige Wege, damit Bürgerinnen und Bürger ihre Region mitgestalten.
Einheitliche Kennzahlen und Berichte machen Fortschritte für ILE-Gremien, Förderstellen und Kooperationspartner sichtbar.
Einfacher Einstieg
Der Partnerzugang trennt externe Zusammenarbeit konsequent vom internen Arbeitsbereich der Kommune.
Das Gesundhaus nutzt eine eigene Organisationskennung und eigene Benutzerrollen.
Alle Daten liegen im eigenen Mandantenbereich; kommunale Daten aus Steindorf bleiben unzugänglich.
Angebote, Veranstaltungen, Ansprechpartner und Kooperationsinteressen werden im eigenen Organisationsbereich gepflegt.
Nur ausdrücklich freigegebene Informationen können später in regionale Kooperationen einfließen.
Zwei Ebenen · ein Ziel
Quartiersmanagement PRO respektiert Verantwortungsgrenzen und schafft zugleich die gemeinsame Datengrundlage, die eine ILE-Region für abgestimmtes Handeln braucht.
„Gesundheit wird regional stark, wenn Angebote sichtbar sind und Menschen, Fachstellen und Kommunen verlässlich zusammenarbeiten.“
Quartiersmanagement PRO · Digitale Infrastruktur für soziale und gesundheitliche Daseinsvorsorge
Öffentlicher Gesundheitsdienst
Der Öffentliche Gesundheitsdienst (ÖGD) ist Teil des Gesamtkonzepts von quartier.care. Gesundheitsämter werden mit Kommunen, dem Gesundhaus sowie Akteuren aus Prävention, medizinischer Versorgung, Pflege und sozialen Angeboten verbunden.
Mit quartier.care wird die sektorenübergreifende Vernetzung im Sinne des gesetzlichen Auftrags nach Art. 7 Abs. 4 GDG gewährleistet. Die Plattform bildet dafür die digitale Grundlage: Angebote, Ansprechpartner, Zuständigkeiten und gemeinsame Maßnahmen werden im regionalen Netzwerk zusammengeführt. Die Gesundheitsämter übernehmen dabei ihre koordinierende Rolle.
Art. 7 Abs. 4 GDG verpflichtet jedes Gesundheitsamt, bis zum 1. Januar 2027 ein sektorenübergreifendes Netzwerk der an Prävention oder Versorgung beteiligten Stellen für seinen Zuständigkeitsbereich zu schaffen. quartier.care verbindet diesen Auftrag mit der kommunalen Daseinsvorsorge und der Zusammenarbeit vor Ort.
Gesundheitsamt, kommunale Ansprechpartner, Praxen, Pflege, Beratungsstellen und lokale Initiativen werden über ihre Angebote und Aufgaben miteinander verknüpft.
Regionale Bedarfe und vorhandene Angebote bilden die Grundlage, um Prävention und Versorgung abzustimmen und gemeinsame Maßnahmen mit klaren Verantwortlichkeiten zu planen.
Dokumentierte Ansprechpartner, vereinbarte Schritte und sichtbare Fortschritte unterstützen den ÖGD dabei, das Netzwerk kontinuierlich zu koordinieren und weiterzuentwickeln.
Einblick im Video
Sehen Sie sich den kurzen Videobeitrag an.
Fragen und Antworten
Die wichtigsten Hintergründe zu Quartiersmanagement PRO, dem Gesundhaus-Piloten und der späteren kommunalen Übertragbarkeit.
Quartiersmanagement PRO ist eine digital unterstützte, gemeinwohlorientierte Plattform für kommunales Quartiersmanagement. Sie soll besonders kleineren Kommunen einen praxisnahen und wirtschaftlich tragfähigen Zugang zu datenbasiertem Quartiersmanagement ermöglichen.
Kurz gesagt: PRO verbindet valide kommunale Daten, das DIKW-Prinzip, Agentic Coding und einen gemeinwohlorientierten Entwicklungsansatz.
Das Gesundhaus i-Tüpferl in Steindorf ist Pilot- und Praxispartner. Es übernimmt nicht die Rolle einer Kommune und betreibt kein kommunales Quartiersmanagement. Einzelne Funktionen, Beteiligungsformate und Prozesse werden dort unter realen Bedingungen erprobt und für den späteren kommunalen oder interkommunalen Einsatz weiterentwickelt.
Kommunale Digitalisierung sollte bei den Bedarfen und funktionierenden Prozessen vor Ort beginnen. Das Gesundhaus bietet ein überschaubares Praxisumfeld mit Bürgerinnen und Bürgern, Familien, älteren Menschen, Ehrenamtlichen und regionalen Netzwerkpartnern. Funktionen können im kleinen Maßstab getestet und anhand von Rückmeldungen verbessert werden.
Erprobt werden digitale Funktionen, die kommunales Quartiersmanagement sinnvoll unterstützen: die strukturierte Erfassung vorhandener Angebote, die Einbindung regionaler Netzwerkpartner, Bedarfsmeldungen und Projektideen, Beteiligungsprozesse, lokale Versorgungsstrukturen sowie die Dokumentation und Evaluation von Projekten.
Das Gesundhaus verbindet einen konkreten Ort mit bestehenden Angeboten und persönlichen Kontakten im ländlichen Raum. Digitale Prozesse können so mit realen Begegnungs- und Beteiligungsformaten verbunden werden. Die Plattform ergänzt persönliche Kommunikation und bestehende lokale Wege.
Nein. Gespräche, Veranstaltungen, Telefonkontakte, persönliche Netzwerke, Vereine und Nachbarschaftshilfe bleiben zentral. Die Plattform unterstützt, indem sie Informationen strukturiert, Angebote sichtbar macht, Bedarfe erfasst, Netzwerkpartner verbindet und Ergebnisse dokumentiert.
Der Pilot folgt dem Leitprinzip „digital zuerst, menschlich unterstützt, analog abgesichert“. Digitale Angebote vereinfachen Abläufe, sind aber nie der einzige Zugang. Persönliche und telefonische Hilfe sowie ein nicht-digitaler Ersatzweg bleiben erhalten. Wer das Portal nicht nutzt, darf dadurch keine wichtigen Informationen oder Beteiligungsmöglichkeiten verlieren.
Vorgesehen ist ein Mehrkanalzugang: Web- und Tablet-Angebote werden durch Telefonassistenz, persönliche Unterstützung im Gesundhaus oder im kommunalen Netzwerk und – wo erforderlich – klassische Wege wie Papier ergänzt. Menschen können so den Kanal wählen, der zu ihrer Situation und digitalen Erfahrung passt.
Digitale Lotsinnen und Lotsen können im Gesundhaus und im kommunalen Netzwerk Orientierung geben. Für Angehörige oder andere Vertrauenspersonen ist eine geregelte Stellvertretung vorgesehen: Sie nutzen eine eigene Identität und erhalten nur ausdrücklich erteilte Berechtigungen. Mandate und Zugriffe müssen nachvollziehbar dokumentiert werden. Das gilt auch für unterstützende Angehörige aus der Distanz.
Der Seniorenmodus ist im Piloten ein Gestaltungsstandard und nicht nur eine zuschaltbare Barrierefreiheitsoption. Dazu gehören Klarsprache, große und eindeutig beschriftete Bedienelemente, verständliche Anfängerhilfen sowie Angebote zum Aufbau digitaler Kompetenz. Ziel ist eine ruhige, verlässliche Nutzung ohne Zeitdruck und ohne unnötige Komplexität.
Sie sind nicht lediglich Nutzer einer Software. Ihre Erfahrungen, Bedarfe und Ideen zeigen, welche Funktionen für ein zukünftiges kommunales Quartiersmanagement tatsächlich hilfreich sind. Beteiligung wird damit Teil der Produkt- und Prozessentwicklung.
Eine zentrale. Vereine, soziale Einrichtungen, Nachbarschaftshilfen, Gesundheits- und Pflegeangebote, Kirchen, Landwirtschaft, Bildungseinrichtungen, Unternehmen sowie engagierte Bürgerinnen und Bürger sollen mit ihren Angeboten und Kompetenzen besser auffindbar und miteinander anschlussfähig werden.
Ja. In der ILE entwickeln mehrere Kommunen gemeinsam eine Strategie für ihre Region. Quartiersmanagement PRO überträgt diesen Gedanken in ein anwendbares Werkzeug: Akteure können über Gemeindegrenzen hinweg Projekte planen, Bürgerinnen und Bürger einbinden und Fortschritte nachvollziehen.
Allgemeine KI-Systeme liefern Wissen auf überregionaler Ebene. Für Alltagsentscheidungen ist jedoch oft entscheidend, was im eigenen Wohnort und in der persönlichen Lebenssituation möglich ist. PRO schafft dafür eine strukturierte Wissensgrundlage aus anonymisierten Lebensraum- und Bedarfsinformationen, regionalen Versorgungsangeboten sowie kommunalen Assessment-Verfahren.
Ja. quartier.care ist dazu da, die kommunalen Strukturen regional vor Ort zu verbessern und die Lebensqualität zu erhöhen. Gerne können Sie auch teilnehmen, wenn Sie aus den umliegenden Gemeinden oder dem Landkreis Aichach-Friedberg sowie den benachbarten Landkreisen Fürstenfeldbruck und Landsberg kommen.
Pilotpartner Gesundhaus Steindorf
Das Gesundhaus arbeitet in einem geschützten, von kommunalen Mandanten getrennten Organisationsbereich.