Gesundhaus i-Tüpferl Steindorf

Gesundhaus Steindorf · Kinder und Jugendliche

Gesund aufwachsen.
Gemeinsam vor Ort.

Das Jugendmedizin-Konzept verbindet Bewegung, Ernährung und Wohlbefinden mit Begegnungen zwischen Generationen. Kinder und Jugendliche gestalten mit und erhalten Orientierung zu passender Unterstützung.

i-Tüpferl Stern der Gemeinschaft: goldener Schriftzug, grüner Stern und zwei stilisierte Menschen
i·Tüpferl · Stern der Gemeinschaft

Das Konzept

Bestehende Kompetenz.
Neue gemeinsame Wege.

Weiterentwicklung · Stand September 2026

Das Gesundhaus i-Tüpferl in 82297 Steindorf bringt Gesundheitsangebote und persönliche Kontakte unter einem Dach zusammen. Die Praxiswebsite nennt unter anderem Kinder- und Jugendpsychotherapie, Heil- und Sozialpädagogik, Logopädie, Physiotherapie und Osteopathie.

Darauf baut ein vorgeschlagenes gemeinsames Programm auf: junge Menschen, Eltern und ältere Menschen entwickeln alltagsnahe Angebote. Jugendmitentscheidung, verlässliche Termine und erreichbare Unterstützung werden von Anfang an mitgedacht.

Was bereits besteht und was geplant ist

Die Praxen bilden die vorhandene Grundlage. Die drei gemeinsamen Formate sind Vorschläge für die Weiterentwicklung. Ihre konkrete Umsetzung und die Beiträge der Partner werden vereinbart; bestätigte Termine und Ergebnisse werden gesondert bekannt gemacht.

Jugendmedizin bezeichnet hier das Konzept für Kinder- und Jugendgesundheit. Medizinische Diagnostik und Behandlung bleiben Aufgabe der jeweiligen Fachpraxen.

Quartiersmanagement PRO · quartier.care

Für die digitale Unterstützung des Vorhabens wird die bestehende Portaltechnologie von quartier.care genutzt.

Praxisangebote im Gesundhaus

Praxis für Osteopathische Therapie

Christine Bergmair

Heilpraktikerin; Osteopathin M. Sc., DO HOLISTÉA und BAO. Behandlung von Babys, Kindern und Erwachsenen.

Termine: Dienstag bis Freitag und nach Vereinbarung.

Kontakt: +49 171 2352201
osteopathie@i-tuepferl.de

Initiatische Therapie, Heilpädagogik, systemische Selbstintegration

Inge Viel-Steller

Angebotsschwerpunkte: initiatische Therapie, Heilpädagogik und systemische Selbstintegration.

Termine: Nach Vereinbarung.

Kontakt: +49 172 8424389

Sozialpädagogik, systemische Selbstintegration

Armin Steller

Angebotsschwerpunkte: Sozialpädagogik und systemische Selbstintegration.

Termine: Nach Vereinbarung.

Kontakt: +49 179 5928194

Psychotherapeutische Praxis für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene

Annemarie Binder

Diplom-Pädagogin; approbierte Kinder- und Jugendpsychotherapeutin.

Termine: Nach Vereinbarung.

Kontakt: +49 176 76493364
info@praxis-binder.com

Praxis für Logopädie

Lisa Eifert

Logopädin.

Termine: Nach Vereinbarung.

Kontakt: +49 171 1916419
info@logopädie-eifert.de

Praxis für Physiotherapie

Jaqueline Pommer

Physiotherapeutin und Heilpraktikerin.

Termine: Nach Vereinbarung.

Kontakt: +49 152 53896696

Ganzheitliche Gesundheit, Ayurveda und Naturheilkunde

Dr. med. univ. Warren Ashley

Gesundheitsberater; Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie. Coaching, Integration und Supervision.

Termine: Online nach Vereinbarung; Vor-Ort-Termine nach gesonderter Ankündigung.

Praxisangaben nach den veröffentlichten Informationen. Termine werden mit der jeweiligen Praxis vereinbart.

Drei vorgeschlagene Formate

Was sich im Alltag verändern kann

Die Vorschläge sind für einen zwölfmonatigen Pilot angelegt. Gemeinsam mit jungen Menschen werden passende Themen, Zeiten und Zugangswege festgelegt.

01

Bewegung und Begegnung

Wöchentliche, altersgerechte Bewegungsangebote. Freiwillige Generationentandems wählen gemeinsame Aktivitäten und lernen voneinander. Regelmäßige Teilnahme soll durch gut erreichbare Orte und passende Zeiten leichter werden.

Was die Evaluation prüftBewegungstage im Alltag, wiederholte Teilnahme, Zugehörigkeit und aktive Zusammenarbeit von mindestens zwei Generationen.
02

Vom Acker auf den Teller

Monatliche Koch- oder Gartentermine verbinden Wissen über Lebensmittel mit gemeinsamem Zubereiten und bezahlbarem Essen. Jüngere und ältere Menschen teilen Rezepte und Erfahrungen. Frei verfügbares Trinkwasser ergänzt den Baustein.

Was die Evaluation prüftTäglicher Obst- oder Gemüseverzehr, zuckerhaltige Softdrinks, Teilnahme und praktische Zugangshürden.
03

Jugendwerkstatt und Orientierung

Monatlicher Austausch über Wohlbefinden, Medien und Hilfesuche. Jugendliche entscheiden bei Themen und Ablauf mit. Eine bekannte Ansprechperson unterstützt den Weg zu passenden Angeboten; Jugendvorschläge erhalten innerhalb von vier Wochen eine Antwort.

Was die Evaluation prüftWohlbefinden, bekannte Ansprechpersonen, Mitentscheidung und tatsächliche Nutzung vermittelter Unterstützung.

Teilnahme und Verantwortung

Mitgestalten.
Unterstützung erreichen.

Vorgesehen sind altersgerechte Angebote für 6- bis 17-Jährige. Die Gruppen 6-10, 11-15 und 16-17 Jahre werden getrennt betrachtet. Der vorbereitete Kurzfragebogen richtet sich zunächst an 11- bis 15-Jährige; für andere Altersgruppen sind eigene, geprüfte Formulierungen nötig.

Persönliche Gespräche, Telefon, Papier und begleitete digitale Wege bleiben möglich. Die Befragung ist freiwillig und unabhängig von einer Behandlung. Eine benannte Kinderschutzverantwortung, verständliche Informationen und eine Beschwerdestelle gehören zur Vorbereitung.

Das Gesundhaus koordiniert Räume, Termine und Partner. quartier.care unterstützt Dokumentation und Auswertung. Fachlich geeignete Personen prüfen die Inhalte und vereinbaren Wege zu weiterführender Unterstützung. Schulen, Vereine und regionale Erzeuger sind mögliche zusätzliche Partner.

Evaluation

Wir fragen nach.
Und verbessern gemeinsam.

Eine Veranstaltung ist ein Anfang. Entscheidend ist, ob junge Menschen teilnehmen können, passende Unterstützung erreichen und Veränderungen im Alltag erleben.

T0 · vor dem Start

Ausgangslage erfassen

Bedarf und Zugänge mit Jugendlichen besprechen. Freiwillige Gruppenbefragung durchführen und lokale Ziele festlegen.

T3 · nach 3 Monaten

Umsetzung prüfen

Teilnahme und Barrieren betrachten. Zeiten, Kommunikation und Zugangswege bei Bedarf anpassen.

T6 · nach 6 Monaten

Veränderungen ansehen

Gruppenwerte erneut erheben. Fortschritte, Datenlücken und unerwartete Ergebnisse besprechen.

T12 · nach 12 Monaten

Weiterentwicklung entscheiden

Nutzen und Aufwand auswerten. Formate begründet fortführen, verändern oder beenden.

Elf Indikatoren für ein nachvollziehbares Bild

Vorausgefüllte Zielwerte sind lokale Vorschläge für T6 und werden vor dem Start gemeinsam festgelegt. Sie sind keine WHO-Grenzwerte.

Messbereiche und vorgeschlagene Ziele nach sechs Monaten
BereichWas wird gemessen?Zielvorschlag
J01 Bewegung7 von 7 Tagen mit mindestens 60 Minuten Bewegung+10 Prozentpunkte
J02 Obst und GemüseTäglicher Verzehr von mindestens einem der beiden+10 Prozentpunkte
J03 SoftdrinksTäglicher Konsum zuckerhaltiger Softdrinks-5 Prozentpunkte
J04 WohlbefindenPositive Selbsteinschätzung der letzten zwei Wochen+10 Prozentpunkte
J05 AnsprechpersonErwachsene Ansprechperson bei Sorgen bekanntMindestens 80 %
J06 ZugehörigkeitPositive Rückmeldung bereits Teilnehmender+10 Prozentpunkte
J07 GenerationenJugendtermine mit aktiver Zusammenarbeit zweier GenerationenMindestens 50 %
J08 MitentscheidungPositive Rückmeldung zur MitgestaltungMindestens 70 %
J09 UnterstützungVermittelte Angebote binnen vier Wochen tatsächlich genutztMindestens 70 %
J10 DurchführungDurchgeführte im Verhältnis zu geplanten JugendterminenMindestens 80 %
J11 DatenqualitätVollständig beantwortete im Verhältnis zu abgegebenen BögenMindestens 80 %

Bezugsgruppen, gültige Nenner und genaue Berechnung stehen im PDF. Ungeklärte Vermittlungen bleiben bei J09 im Nenner. Das Evaluationstool ist im geschützten Pilot-Arbeitsbereich auf DEV bereitgestellt; dies bedeutet noch keine abgeschlossene Evaluation.

Zusammengefasste Daten

Erfasst werden Gruppenwerte, keine Namen, Diagnosen oder Patientenakten. Fehlende Antworten gelten nicht als negative Antworten. Nenner unter 10 werden unterdrückt; öffentliche Berichte werden zusätzlich auf Rückrechenbarkeit geprüft.

Ergebnisse werden zu Änderungen

Jeder Review hält den Befund, die Datenqualität, eine Erklärung, die nächste Maßnahme, die Verantwortung und den Prüftermin fest. Auch neutrale und negative Ergebnisse helfen dabei, Angebote zu verbessern.

Die Aussagekraft bleibt nachvollziehbar

Der WHO-Bezug bestimmt die Themenauswahl. Die eigenen Fragen sind noch zu prüfen und kein validiertes klinisches Instrument. Wiederholte Gruppenbefragungen zeigen Veränderungen in Gruppen; ohne Vergleichsgruppe beweisen sie keine ursächliche Wirkung des Programms.

Zwei Seiten zum Mitnehmen

Konzept und Evaluation
kompakt erklärt

Seite 1 beschreibt Zielgruppe, Formate und Verantwortung. Seite 2 erläutert Messzeitpunkte, elf Indikatoren und den Umgang mit Ergebnissen.

Fragen und Quellen

Was das Konzept trägt

Sind die neuen Jugendangebote bereits buchbar?

Die Seite beschreibt die vorgeschlagene Weiterentwicklung. Termine, Beiträge der Partner und Teilnahmebedingungen werden gesondert bestätigt. Informationen zu bestehenden Praxen und Veranstaltungen finden Sie beim Gesundhaus i-Tüpferl.

Warum orientiert sich die Evaluation an der WHO?

Das Länderprofil Deutschland 2025 beschreibt Themen der Kinder- und Jugendgesundheit: Bewegung, Ernährung, Wohlbefinden, digitale Sicherheit und Zugang zu Unterstützung. Diese Themen helfen bei der Auswahl lokaler Fragen. Nationale Zahlen ersetzen keine Erhebung in Steindorf; Generationenbegegnung und Mitentscheidung ergänzen den Rahmen als eigene Projektindikatoren.

Die folgenden vier Fragen greifen den HBSC-Bericht A focus on adolescent social contexts in Europe, central Asia and Canada auf (WHO Europa, 2024, Band 7). Grundlage ist die Befragung 2021/2022 von 11-, 13- und 15-Jährigen in 44 Ländern und Regionen. Die Antworten fassen Befunde sinngemäß zusammen und kennzeichnen die Ableitung für das Gesundhaus.

Warum ist Unterstützung in der Familie für Jugendliche wichtig?

Der HBSC-Bericht beschreibt einen Zusammenhang zwischen wahrgenommener familiärer Unterstützung und günstigeren Ergebnissen der psychischen Gesundheit. Dazu gehören verlässliche Hilfe, Gesprächsmöglichkeiten und Unterstützung bei Entscheidungen. Für das Gesundhaus leiten wir daraus ab: Familien und Bezugspersonen sollen einbezogen werden, während Jugendliche zugleich einen eigenen geschützten Gesprächsraum erhalten. Diese lokale Umsetzung ist ein Vorschlag des Projekts. Quelle: HBSC 2021/2022, Band 7, S. 4 und 31.

Welche Rolle spielen Freundschaften und Zugehörigkeit?

Freundinnen und Freunde sind wichtige Bezugspersonen im Jugendalter. Der Bericht zeigt: Hohe Unterstützung durch Familie und Freundeskreis zusammen ist mit günstigeren Ergebnissen der psychischen Gesundheit verbunden. Für das Gesundhaus bedeutet dies als konzeptionelle Ableitung: wiederkehrende Gruppenangebote und gemeinsame Aktivitäten können Gelegenheiten für verlässliche Kontakte schaffen. Ob Teilnehmende Zugehörigkeit erleben, wird freiwillig erfragt; ein gesundheitlicher Erfolg wird dadurch nicht vorweggenommen. Quelle: HBSC 2021/2022, Band 7, S. 2 und 31.

Warum gehören Schule und schulischer Druck zur Jugendgesundheit?

Der Bericht beschreibt zunehmenden schulischen Druck und weniger positiv erlebte Schulbedingungen mit steigendem Alter. Besonders 13- und 15-jährige Mädchen berichten hohe Belastungen. Empfohlen werden unterstützende und inklusive Schulumgebungen. Für die Jugendwerkstatt im Gesundhaus leiten wir daraus ab: schulische Belastungen besprechbar machen, vertrauenswürdige Ansprechpersonen sichtbar halten und bei Bedarf passende Unterstützung vermitteln. Das ergänzt schulische Angebote und ersetzt keine fachliche Behandlung. Quelle: HBSC 2021/2022, Band 7, S. 30–31.

Warum müssen Angebote Alter und Lebenssituation berücksichtigen?

Die HBSC-Ergebnisse unterscheiden sich nach Alter, Geschlecht, familiärem Wohlstand sowie Ländern und Regionen. Ältere Jugendliche berichten vielfach weniger Unterstützung; höherer familiärer Wohlstand ist in vielen Ländern mit höherer wahrgenommener Unterstützung verbunden. Deshalb sollen junge Menschen im Gesundhaus selbst benennen, was sie brauchen. Altersgerechte Formate, bezahlbare Teilnahme und verschiedene Zugangswege sind unsere lokale Ableitung. Internationale Ergebnisse ersetzen keine Bedarfserhebung in Steindorf. Quelle: HBSC 2021/2022, Band 7, S. 4 und 31.

  1. Gesundhaus i-Tüpferl: Praxisangebote - vorhandene fachliche Grundlage.
  2. WHO Europa 2025: Kinder- und Jugendgesundheitsprofile - Grundlage: Germany: country profile for child and adolescent health, S. 1-5, WHO/EURO:2025-12775-52549-81284.
  3. Badura et al. / WHO Europa (2024): A focus on adolescent social contexts in Europe, central Asia and Canada - Health Behaviour in School-aged Children international report from the 2021/2022 survey, Volume 7. ISBN 9789289061391. Sinngemäße Zusammenfassung; lokale Maßnahmen sind eigene Projektvorschläge.

Konzeptionelle Ableitung für Gesundhaus Steindorf und quartier.care. Stand: September 2026.